Wir wünschen Allen ein schönes, neues Jahr und mir ein paar Ideen für die Website

5. Januar 2012

Nachdem es ja kaum noch Schuster gibt, welche diese Bezeichnung verdienen, sollte der Spruch mit den Schustern und den eigenen ausgelatschten Schuhen, ab jetzt für Webdesigner gelten, die selbst die aller schlechteste und unaktuellste Seite haben.

Und so stapfe ich mit immer blank polierten Schuhen ins neue Jahr und habe mal wieder viele, gute Vorsätze für eine neue Website.

Verkehrsmeldung 2.0

4. Juli 2011

“Stau auf der Brudermühlstrasse Richtung Heckenstallerstrasse und auf der B12  bei der Ortsdurchfahrt Etterschlag.”

Die älteren Bayern3 Hörer unter uns erinnern sich sicher noch an diesen Millionen Mal gehörten Satz. Damals waren es Prominente wie Thomas Gottschalk und Günther Jauch, die diese nur für 0,00001 % aller Zuhörer bedeutungsschwangeren Sätze im Radio verkündeten.

Inzwischen gibt es an den beiden prominentesten bayerischen Verkehrspunkten Tunnels und Jauch und Gottschalk sind schon lange nicht mehr beim Radio.

In ihre Fussstapfen ist jetzt Ashton Kutscher getreten, als er am 1.Juli  folgenden Tweet um die Welt schickte:

LAPD askd me 2tweet: 405fwy btwn 10 & 101 will b closed July16-17. In xchange I would like a free pass on that stoplight tickt IT WAS YELLOW (Original)

Was lernen wir daraus?

  1. Ashton Kutscher hat mehr Twitter-Follower als Thomas Gottschalk
  2. Twitter hat eine größere Reichweite als der Bayerische Rundfunk
  3. Eine Strassensperrung in L.A. hat globale Bedeutung

Nur eine Frage bleibt offen: Versuchen die BR Moderatoren auch ihre Verkehrsmeldungen mit einer Stornierung ihrer Strafzettel vergüten zu lassen?

 

Neue Vokabeln … “Pluseinsen”

11. April 2011

 

 

Ja, ich bekenne mich schuldig. In meinem aktiven deutschen Wortschatz befinden sich ein paar Wörter und Wendungen, die von zweifelhafter sprachlicher Schönheit sind und sicher noch ein paar Jahre brauchen, um von der Dudenredaktion geliked zu werden. (Oops!)

Ja, ich habe schon gedownloadet, etwas geupdatet und auch schon das eine oder andere gebackupt oder heruntergestreamt. Dass ich ständig was google ist selbstverständlich und das ist inzwischen ja schon salonfähig.

Beim Liken tu ich mich noch etwas schwer, aber dass ich etwas Pluseinse? Das geht mal gar nicht, wie man heute so schön sagt. Oder heisst es +1sen? Für die unter Ihnen, die noch nichts gepluseinst haben, +1 ist ein neuer Dienst von Google, der die Googlesuche um ein soziales Empfehlungs-Element bereichern soll.

Vermutlich ist +1 so eine Strebervokabel, erfunden von Googlemitarbeitern, die in der Schule in den Fächern Mathe und Physik immer geeinsplust worden sind. Interessant bei dieser ist, dass sich niemand darüber mokieren kann, dass seine eigene Sprache durch eine andere Sprache verhunzt wird. Kein Anglizismusdämon kann hier bei heraufbeschworen werden, es ist nämlich eine Zahl.

Obwohl … Es ist eine arabische Zahl, wird unsere Sprache jetzt arabisiert?
Nein, sicher nicht. Sie wird vielmehr nummerisiert …

Was man aber sicher feststellen wird ist, dass diese neue Vokabel, die Sprachwächter und die Sprachmodernisierer mal wieder entzweien wird.


Facebookseite Atelier für digitale & analoge Kunst

11. März 2011

SchaufensterLangsam nimmt das Atelier für digitale & analoge Kunst Gestalt an.

Gestern habe ich das Schaufenster mit Bildern bestückt und eine Facebookseite erstellt.

Die offizielle Eröffnung plane ich Anfang Mai mit einer Vernissage und Koks & Nutten Prosecco & Häppchen, wie sich das gehört. Dazu aber später mehr.

Bis dahin freue ich mich auf zahlreiche Fans auf Facebook.

Referenzen – endlich

23. Februar 2011

 

Man kennt das ja, vor lauter Arbeit für Andere, kommt man nie dazu einmal etwas für sich selbst zu tun.

Wie der sprichwörtliche Schuster mit abgelaufenen Absätze, dümpelt auch meine Website ungepflegt vor sich hin. Endlich habe ich einmal die Zeit gefunden und die Referenzen neu eingepflegt, damit zumindest die Seiten meiner Kunden gut zur Geltung kommen.

Es ist natürlich wieder nur ein kleiner Ausschnitt meines Schaffens, und meist nur die aktuelleren Seiten, oder die mir besonders gut gefallen.
Wenn ich jemanden vergessen habe, so tut es mir leid, war bestimmt keine Absicht.

Der ultimative Handytest: Android, WinPho7, iPhone4

25. November 2010

Es weihnachtet sehr. Die Lebkuchen und Spekulatius sind in den Supermarktregalen bereits hart geworden, draussen sind schon die ersten Schneeflocken vom Himmel gefallen und auch der härteste Griller musste einsehen, dass die Barbecue-Saison vorbei und die “High-Tech Spielzeug unterm Weihnachtsbaum”-Saison begonnen hat.

Das Smartphone hat die Kravatte und Perlenkette als perfektes Weihnachtsgeschenk schon lange abgelöst und der Schenker steht jetzt vor der quälenden Wahl. Welches der Geräte soll man denn der/dem Liebsten unter den Baum legen? Das schicke und sauteure iPhone4? Oder soll es gar ein Telefon mit Windows werden, über das sich der Beschenkte dann die nächsten 2 Jahre ärgern kann …

Die technischen Spezifikationen versteht keiner, die Features sind eh nur reine Werbeversprechungen und funktionieren nie so (brauchen tut sie ohnehin keiner) Aussehen tun sie inzwischen auch sehr ähnlich … Da hilft nur ein wirklich aussagekräftiger Produkttest und den möchte ich Ihnen hier vorstellen:

Welches Handy lässt sich besser grillen?

Literatur im Netz – Directors Cut

2. Juli 2010

Mein Beitrag über Literatur im Netz, der in der 1.Juli Ausgabe der Weltkompakt zu lesen war, wurde von den Redakteuren ein wenig eingekürzt. Das hat mich nicht wirklich gestört und ich habe es auch nicht als Zensur empfunden, das sei gleich vorweg klar gestellt. Für die, die es interessiert, hier der Directors Cut:

Mein Buchhändler hat nur die TOP 100 der Verkaufscharts vorrätig und die handeln dann vorzugsweise von Zauberlehrlingen, Teenager-Vampieren oder sind “Historische Romane” vom Format: „Der/Die xxxxx (beliebige mittelalterliche Berufsbezeichnung einsetzen)“. Andere Bücher bestellt er mir gerne, die kann ich dann am nächsten Tag bei ihm abholen: Ich lasse sie mir lieber von Amazon nach Hause liefern. Empfehlen kann mir der Buchfachverkaufsangestellte auch nichts, hat er doch noch nicht mal seine “Die Wachsbläserin” und “Der Wanderschuster” gelesen, geschweige denn Literatur, die mich interessieren könnte. Literaturnobelpreise gehen an Bücher, die einen eher in den Schlaf schaukeln, als dass sie einen atemlos Umblättern lassen, Preise helfen nur den Verlagen, nicht den Lesern.

Nicht nur Helene Hegemann weiß: Wer Literatur sucht, muss ins Internet. Dort findet man noch die vielen kleineren und größeren Oasen in der Wüste des Hauptstroms.
Den ganzen Beitrag lesen »

Ich spiele Weltkompakt

30. Juni 2010

Ein wenig fühle ich mich wie das Kamerakind bei der Kindersendung “Eins, zwei oder drei …” (war das mit  Michael Schanze?) Gekennzeichnet durch einem rosa Rahmen im Bild darf ich die große Kamera durchs Studio schwenken.

In diesem Fall ist es keine Kamera, sondern die Weltkompakt an der ich mich versuchen darf. Mein Beitrag über Literatur im Netz, der morgen übrigens nahezu ungekürzt erscheinen wird, war mehr oder weniger ein Heimspiel, aber was ich mir dann aufgehalst habe, war etwas völlig Neues für mich.

“Kamerakind” Alexander ist nämlich jetzt einen Tag der “Sportchef” der rechten Spalte mit den Meldungen, die keinen so richtig interessieren, die man aber der Vollständigkeit halber unbedingt erwähnen muss. Und jetzt beginnt das, was für Journalisten ganz normal ist und für mich richtig anstrengend. Agenturmeldungen lesen, sortieren, Themen vorschlagen, Texte verfassen, Texte kürzen, Nachrichten rausschmeissen, andere Prioritäten setzen … Wenn wichtigere Nachrichten hereinkommen, müssen Unwichtige weichen, wenn Neue kommen, müssen Alte weg …

Ein komisches Medium dieses Print … Anstatt das alles einfach auf der Timeline nach unten zu verschieben …

Nachtrag: Wer meinen Artikel über Literatur im Netz in der weltkompakt Scrolledition nachlesen möchte – er ist nicht nur in Printform erschienen – der möge hier klicken.

Erst Schiessen, dann Fragen: Die Abmahn-Cowboys

22. Januar 2010

Wo kann ein Mann noch ein Mann sein, wo ist der Westen noch wild? Wo sind die letzten Reservate für echte Cowboys? Die letzten echten Kerle, die erst schiessen und dann fragen, wo sind sie geblieben? Sind wir alle nur noch weichgespülte Konsens-Memmen?

CowboysNein, es gibt noch ein paar dieser echten Outlaws, die sich einen Dreck um unsere “Lass-uns-erst-mal-drüber-reden-Kultur” scheren. Natürlich tragen sie keine in der untergehenden Sonne funkelnden Colts mehr im tief hängenden Gürtelholster. Auch Cowboyhut, Stiefel und Sporen gehören nicht mehr zu den Accessoires der letzten Glücksritter unserer Gesellschaft. Aber ich will es nicht künstlich spannend machen: Die letzten echten Westernhelden sind die Internet-Abmahn-Anwälte.

Die Firma KOMSA beschäftigte gerade noch ein paar dieser Kerle und sie haben die Kugeln pfeifen lassen. Carsten Windfelder von 100Partnerprogramme zum Beispiel und weitere Webseitenbetreiber haben Abmahnungen wegen des unlauteren und schädlichen Nutzens des KOMSA Logos bekommen. Mitarbeitern des Unternehmens fiel auf, dass unglaublich viele Seiten im Netz, einfach das KOMSA-Logo benutzen.

Wie heisst es so schön? Diese Stadt ist zu klein für uns, Fremder!
Die Colts wurden gezückt, Abmahnungen verschickt!

Zugegeben in diesem Fall ist schon etwas peinlich für die Rechtsabteilung von KOMSA, dass die vermeintlichen Logo-Missbräuche auf den firmeneigenen Pop-Up-Blocker zurückzuführen waren, der statt unerwünschter Werbung, das eigene Logo einblendete, aber was solls, lieber einmal zu schnell geschossen, als einmal zu spät, oder?

Für mich bleiben sie die letzten Helden unserer Zivilisationsgesellschaft, mögen die anderen auch alle über sie lachen.
YEEEEHAAAH, zieh Cowboy!

100% positiver Bericht durch volle Inhaltskontrolle

21. Januar 2010

Liebe Leser, ich finde die Süddeutsche total toll (Das ist dieser Stapel Papier neben Tim Cole’s Kamin ) Ihr iPhone App ist bestimmt auch echt super (Wenn ich ein iPhone hätte, würde ich es sicher auch mal testen)<Textbaustein> “Die bekannt hohe journalistische Qualität von SZ und sueddeutsche.de kann jetzt auch komfortabel mit dem iPhone genutzt werden</Textbaustein> Und das schreibe ich nicht, weil ich dafür eine Badehose von Trigema Geld von Trigami bekomme und die natürlich “volle Inhaltskontrolle” und der Süddeutschen “100% positive Berichte” versprochen haben.

Ich schreibe das einfach mal so, weil ich Lust dazu habe. Ich habe einfach mal Lust auf Schleichwerbung. Und damit bin ich nicht alleine. Zur Unabhängigkeit eines Bloggers gehört meines Erachtens auch, dass er so viel Schleichen und Werben kann wie er will, ich weiss nicht warum sich dafür auf einmal Blogger, Süddeutsche und Trigami kollektiv schämen. Redaktionelle Werbung ist doch ganz normal, das machen doch alle … Rezensionen auf Amazon, Bewertungen auf Youtube, die kann man doch auch kaufen, was ist denn mit euch allen los? Habt ihr wirklich geglaubt, das Internet ist ein advertorialfreier Raum?

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